Ich brauch dei Liewe nid

1.
Ich hatte kä Ziele, des Lewe war eh ruicher Fluss,

du dabsch in moi Lewen, dann war domit Schluß

Wir ligge in uns´re Arme, de Himmel Sterneklar,

du warsch moi Sunn, und ich war fer dich da.



2.
Doch schnell war´s zu End, du hättsch dich geirrt,

du hoschd Angscht vorm Lewe, du hasch kapituliert.

Mit Tränen in de Auge, bisch du dann gegange,

und ich war in meine Wänd´, allä gefange.



Ref.:

Ich brauch doi G´fiehle nid , un ich brauche kä Schmerz,

ich bau mir eh Mauer, eh Mauer um moi Herz.




3.
Die Nacht werd nun zum Tach, ich schrei on die Wand.

Alkohol in moinem Kopp, Kaffee zitternd in moiner Hand.

Blässe um die Auge, uf der Stirn steht mir der Schweiß,

War es des gewest, isch das hier , nun de Preis.




4.
Is´es die Erd die sich dreht, des Grummle in moi´m Bauch,

de Wind der ständich weht, die Zigarette die ich rauch.

Sind es die Auge die ich jeden Morge in moinem Spieggl seh,

wird ich Sie je vergessen, wenn ich se, nimmer seh.